Gratulation an den Marsch für Jesus
20.09.2026 06:54Gestern war wieder Marsch für Jesus. Und das soll kein End- sondern ein Anfangspunkt sein.
von Hans-Georg Peitl
Was machen wir eigentlich, wenn wir Predigten über TikTok oder Radio Roshen verbreiten? Schließlich ist die Plattform Obdachlose (PO) eine politische Partei.
Grundsätzlich stimmt das. Allerdings verstehen wir uns nicht als klassische Wahlpartei.
Das Ziel einer politischen Partei muss nicht ausschließlich darin bestehen, bei Wahlen anzutreten oder Mandate zu erringen. Sie kann ebenso auf demokratischem Weg an der politischen und gesellschaftlichen Willensbildung in Österreich mitwirken. Dazu kann auch die Vermittlung von Glauben und christlichen Werten gehören.
Wir haben unsere Partei deshalb als eine Organisation definiert, die christlich-humanistische Werte in die österreichische Gesellschaft trägt. Mit den Living Hands haben wir eine eigene Glaubensgemeinschaft aufgebaut. Der Plattform Obdachlose – Presseclub (POP) bildet unsere Mediengewerkschaft.
Eigene Ambitionen, bei Wahlen Mandate zu erringen, haben wir derzeit nicht.
Wir unterstützen jedoch gerne Projekte und Gruppierungen, die uns christlich-humanistisch erscheinen und selbst zu Wahlen antreten. Denn wir sind überzeugt: Wir trachten nach dem Reich Gottes – aber nicht zwingend auf parteipolitischem Weg. Wir unterstützen alles, was unserer Ansicht nach zu einer friedlicheren, gerechteren und menschlicheren Gesellschaft beiträgt.
Um diese Gedanken in die Öffentlichkeit zu tragen, betreiben wir mit Radio Roshen unter radioroshen.eu ein eigenes 24-Stunden-Radio. Wir komponieren eigene Lieder, veröffentlichen unsere Musik unter anderem bei Apple Music, SoundCloud, Audiomack, iHeartRadio, YouTube und Amazon Music und bringen über elasticStage eigene CDs und Schallplatten heraus.
Auch das ist ein Beitrag zur Veränderung der Gesellschaft.
Nicht jede politische oder gesellschaftliche Wirkung entsteht im Parlament. Manches beginnt in einer Predigt, in einem Lied, in einer Radiosendung oder dadurch, dass Menschen gemeinsam öffentlich für ihren Glauben eintreten.
Genau das macht auch der Marsch für Jesus sichtbar.
Wir gratulieren den Veranstaltern und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern daher sehr herzlich zum gestrigen Erfolg. Sie haben gezeigt, dass der christliche Glaube nicht unter den Scheffel gehört, sondern friedlich, sichtbar und mit Freude in die Öffentlichkeit getragen werden darf.
Anmerkung:
Die Kirchen schrumpfen, die christlichen Medien werden weniger, die großen Medien schweigen – und trotzdem wächst der Marsch für Jesus auf 20.000 Menschen.
Die eigentliche Sensation besteht nicht nur darin, dass 20.000 Christen durch Wien marschierten. Die Sensation besteht darin, dass sie es nahezu unter Ausschluss der medialen Öffentlichkeit taten.
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