KI: Werkzeug der Freiheit oder Ende der Kunst?
31.03.2026 08:47Ein Kommentar von Hans-Georg Peitl (Sendeleiter Radio Roshen)
Es ist kaum zu glauben: Während sich die Künstliche Intelligenz in Lichtgeschwindigkeit weiterentwickelt, scheinen viele Menschen in ihrer Entwicklung einfach stehen zu bleiben. Wir erleben gerade einen Epochenwechsel, der vergleichbar ist mit der Erfindung des Buchdrucks oder des Computers. Damals wie heute gilt: Wer die neue Entwicklung negiert, wird von ihr überrollt. Wer sie nutzt, gestaltet die Zukunft.
Die Angst vor dem „Job-Killer“
Überall hört man das Schreckgespenst, die KI würde uns die Arbeit wegnehmen. Doch schauen wir uns die Realität an: Es entstehen gerade jetzt völlig neue Berufsfelder, Schulungen und Möglichkeiten. Es ist keine Frage mehr, ob eine neue Arbeitswelt entsteht, sondern nur noch: Bist du mit dabei? Die Zukunft hat begonnen. Jetzt.
Das „Geheimnis“ der Musik-KI
In letzter Zeit werde ich oft gefragt: „Hans-Georg, bist du das eigentlich noch selbst, der da singt?“
Die Antwort ist: Ja. Der Unterschied zu früher liegt nicht in der Stimme, sondern in der Nachbearbeitungs-Routine. Früher war Musikproduktion ein mühsamer, monatelanger Prozess zwischen Texter, Arrangeur und Studio-Ingenieur. Heute nutze ich Suno AI für das Grundgerüst, setze präzise Prompts für den Sound und lasse das Ergebnis durch KI-Verbesserungstools laufen, um die Schwächen zu beheben.
Ist das unehrlich?
Mancher Kritiker mag rufen: „Das ist doch Betrug! Das ist keine echte Kunst!“
Meine Antwort darauf: War es früher ehrlicher?
Wer im Studio stand, dessen Stimme wurde digital „geradegezogen“. Autotune, Melodyne, Vocoder – die Technik hat schon immer nachgeholfen, um aus einer Aufnahme einen Hit zu machen. Perfekte Musik war schon immer ein Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine. Die KI ist lediglich das modernste Werkzeug in diesem Orchester.
Fazit: Wer rastet, der rostet
In der Plattform Obdachlose und bei Radio Roshen geht es darum, eine Stimme zu haben. Die KI gibt uns die Möglichkeit, diese Stimme lauter, schneller und professioneller zu machen als je zuvor. 150 Alben sind kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Nutzung moderner Technik.
Die Welt dreht sich weiter. Man kann versuchen, sie anzuhalten – oder man lernt, wie man die neuen Instrumente spielt.
Ich habe mich entschieden. Und du?
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