Schreiben mit KI – warum meine Songs trotzdem meine Songs bleiben
23.02.2026 17:18

Neulich hat mich jemand tatsächlich gefragt, ob sämtliche meiner Texte von der ChatGPT verfasst werden.
Ich mag die ChatGPT. Ich arbeite gerne mit ihr.
Aber eines ist klar: Eigene Texte ohne Grundlage „erdenken“ – das ist nicht ihr Werk, sondern meins. Darum möchte ich einmal erklären, wie unsere Arbeit wirklich funktioniert.

von Hans-Georg Peitl

Wie wir arbeiten

Weder ChatGPT noch Suno AI arbeiten bei mir „alleine“.

Schritt 1: Ich schreibe die deutschen Texte selbst.
Schritt 2: Ich definiere den Prompt für Suno – also:

.) welches Genre,
.) welche Stimmung,
.) welche Besetzung,
.) welche Struktur das Lied haben soll.

Auf dieser Grundlage komponiert Suno dann die Musik – aber auf meine Vorlage hin.

Rein rechtlich könnte man sich darüber streiten, wie man das nennt.
Für mich ist klar: Im deutschsprachigen Bereich ist es eine Zusammenarbeit zwischen mir und Suno.
Text und künstlerische Entscheidung kommen von mir.

Und was ist mit Englisch und Bulgarisch?

Hier haben Kritiker teilweise recht – aber nur zur Hälfte.

Ja, die englischen und bulgarischen Versionen entstehen oft über eine Übersetzung mit KI.
ABER:

Grundlage ist immer der deutsche Originaltext.

Die inhaltliche Idee, die Bilder, die Botschaft – die kommen von mir.

Die KI hilft beim Übertragen in andere Sprachen.

Das ist in etwa so, als würde ich einen professionellen Übersetzer beauftragen.
Nur dass der Übersetzer in meinem Fall eine KI ist.

Bleibt ein Musiker noch Musiker?

Manche behaupten:

„Wer Suno nutzt, ist kein Musiker mehr.“

Dann müssen wir konsequent sein und fragen:

.) Ist ein Texter, der seine Melodie einem Arrangeur gibt, kein Musiker mehr?
.) Ist eine Sängerin, die mit Produzent, Tonmeister und Studiomusikern arbeitet, keine Musikerin mehr?

In der Musik war es schon immer Teamarbeit:
Komponist, Texter, Arrangeur, Produzent, Musiker, Tontechnik.

Die KI tritt in dieser Kette einfach als neues Werkzeug auf – wie früher das erste Notensatzprogramm oder die erste DAW.

Solange der Künstler:

Idee, Text, Richtung, Genre und Aufbau vorgibt
und

bewusst entscheidet, was veröffentlicht wird,

ist und bleibt er Musiker.

Darum sage ich:

Wenn Musiker heute Musiker sind,
dann sind auch die, die mit Suno arbeiten, Musiker.
Nur eben mit einem neuen Instrument.

Glaubst Du wirklich, dass das weniger „echt“ ist –
nur weil an einer Stelle kein Mensch, sondern eine KI arrangiert?

Informationen zu diesem Artikel
  • Erstellt von: OMPastorPeitl
    Kategorie: Allgemein
    23.02.2026 17:18:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 23.02.2026 17:21
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