1918/1919: Die Republik – und das, was offiziell verschwiegen wird
19.02.2026 08:12

Was uns offizielle Stellen wie das Bundeskanzleramt über Österreich verraten

von Hans-Georg Peitl

Liebe Freunde,

ich möchte heute einmal etwas ansprechen, das man in Österreich kaum noch sachlich diskutieren kann, ohne dass sofort Schlagworte fallen.

Dabei reicht es völlig, die offiziellen Stellen selbst zu lesen.

1) Die Republik entsteht nicht einfach „aus Österreich“

Was uns oft erzählt wird, klingt so:

Die Monarchie ging unter, und daraus wurde die Republik Österreich.

Das klingt schön.
Aber die offiziellen Dokumente sagen etwas anderes.

Am 12. November 1918 entsteht der Staat Deutschösterreich – und er definiert sich nicht nur als Republik, sondern zugleich als:

„Bestandteil der Deutschen Republik.“

Das ist keine Interpretation.
Das ist der Wortlaut.

2) 1919 kommt der zweite Schnitt: keine Rechtsnachfolge

Und jetzt wird es wirklich interessant.

Denn 1919 (nach St. Germain) benennt sich dieser Staat um in „Republik Österreich“.

Und gleichzeitig steht im Gesetz klipp und klar sinngemäß:

Die Republik Österreich übernimmt keinerlei Rechtsnachfolge nach dem ehemaligen Staat Österreich
(„die im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder“ – also Cisleithanien).

Das ist ein Satz, der eigentlich jeden Österreicher aufhorchen lassen müsste.

Denn er bedeutet:

Die Republik sagt selbst: Wir sind nicht der alte Staat.

Der alte Staat wurde nicht „ordnungsgemäß“ beendet, sondern abgeschnitten.

3) Und genau hier beginnt das Paradox

Denn ab diesem Moment passiert etwas, das bis heute weiterwirkt:

Der Staat nimmt die Macht,

er nimmt die Verwaltung,

er nimmt die Behörden,

er nimmt die Posten,

er nimmt die Strukturen,

aber er erklärt gleichzeitig:

Wir sind nicht Rechtsnachfolger.

Mit anderen Worten:
Man nimmt sich die Vorteile der Kontinuität – aber definiert sich die Verantwortung weg.

4) 1945/46: Das Absurdicum wird wiederholt

Nach 1945 wird dann der Anschluss von 1938 als „null und nichtig“ erklärt.
Österreich wird „wiederhergestellt“.

Und damit ist das nächste Paradox geboren:

Wenn 1938 nie gültig war, war Österreich also immer da?

Aber faktisch war Österreich 1938–1945 natürlich untergegangen.

Hier zeigt sich:
Staatsrecht wird nicht nur „beschrieben“, sondern konstruiert.

5) Offenbarung: Reiche fallen – aber Mächte bleiben

Und genau hier wird es plötzlich biblisch.

Denn in der Offenbarung sehen wir ein Prinzip:

Reiche fallen, aber die Mächte verschwinden nicht einfach.
Sie wechseln ihre Form.
Sie wechseln ihre Namen.
Sie wechseln ihre Gewänder.

Aber sie bleiben.

Und so ist es auch hier:

Der alte Staat wurde abgeschnitten.
Ein neuer Staat wurde darüber gelegt.
Und die Menschen spüren bis heute, dass da etwas „nicht hingehört“.

Nicht militärisch.
Nicht mit Panzern.
Sondern als Schicht aus Institutionen, Abhängigkeiten und Machtlogik, die sich selbst schützt.

6) Fazit


Ich behaupte nicht, dass die Republik „nicht existiert“.
Ich zitiere nur ihre eigenen Grundlagen.

Und wenn man diese Dokumente ernst nimmt, dann muss man auch ehrlich sagen:

1918/1919 war kein sauberer Übergang.
Es war ein Bruch.
Und genau dieser Bruch wirkt bis heute.

Informationen zu diesem Artikel
  • Erstellt von: OMPastorPeitl
    Kategorie: Allgemein
    19.02.2026 08:12:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 19.02.2026 08:16
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