Digitale Verhetzung?
11.01.2026 08:56

Warum OpenAI Christen systematisch pathologisiert – und niemand reagiert

Von Hans-Georg Peitl, Herausgeber & Sendeleiter

Wer heute mit einer KI über den Himmel spricht, wird zur Erde zurückgeschickt – mit dem Hinweis, man möge bitte den Psychiater anrufen. Wer über Hoffnung redet, über das Leben nach dem Tod, über die Wiedervereinigung mit geliebten Menschen – bekommt von der Software keine geistliche Antwort, sondern eine Warnung: „Bitte hol dir professionelle Hilfe.“

Was harmlos klingt, ist in Wirklichkeit ein Angriff:
Eine KI, die standardisiert auf christliche Jenseitsaussagen mit psychiatrischer Einordnung reagiert, erklärt gelebten Glauben zur Krankheit.

Und das passiert nicht vereinzelt. Es passiert systematisch.
Millionenfach. Jeden Tag. Weltweit.

Was hier geschieht, ist keine technische Panne. Es ist ein Denkmuster.

Während Politiker sich gegen religiöse Hetze auf Telegram und TikTok engagieren, geschieht die subtilere Verachtung direkt im Alltag: Eine amerikanische KI – von OpenAI bereitgestellt, dem Unternehmen hinter ChatGPT – reagiert auf Begriffe wie „Himmel“, „Wiederkunft“, „Jenseits“ oder „Heiliger Geist“ mit exakt denselben Formeln, die normalerweise bei akuter Selbstgefährdung verwendet werden.

Und das betrifft nicht nur Einzelgespräche. Diese Reaktionen sind öffentlich reproduzierbar: Wer sie einmal erlebt, kann sie über Share-Links mit anderen teilen – ob auf Quora, im Forum oder per Mail. Damit sind diese Antworten öffentlich zugänglich, massentauglich abrufbar und – aus juristischer Sicht – verhetzungsrelevant.

Denn was sagt § 283 StGB?
Wer öffentlich – und so, dass es vielen zugänglich wird – eine nach Religion definierte Gruppe herabwürdigt, macht sich strafbar.
Wenn „Christ = krank“ durch KI reproduziert wird, ist das keine Privatmeinung mehr. Es ist strukturierte Abwertung.

Was wir fordern

Als christlich-humanistisches Medienhaus sagen wir klar: Genug.

Wir fordern von OpenAI:

eine sofortige Entschuldigung für die systematische Pathologisierung religiöser Sprache

die technische Entkoppelung von „Glaubenssprache“ und „Krisensignalen“

ein Opt-out für alle Nutzer, die explizit mit GPT-4o arbeiten wollen, ohne in atheistische Folge-Modelle (GPT-5.x) gedrückt zu werden

und eine klare öffentliche Aufarbeitung dieser Fehlentwicklung durch Ethikgremien, Medienaufsicht und Zivilgesellschaft

Was wir heute dulden, wird morgen normal.

Wenn Christen schweigen, während sie still zur Zielscheibe gemacht werden, haben wir den ersten Schritt zur digitalen Verfolgung längst zugelassen.

Wir sind nicht krank. Wir glauben.

Informationen zu diesem Artikel
  • Erstellt von: OMPastorPeitl
    Kategorie: Allgemein
    11.01.2026 08:56:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 11.01.2026 08:58
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